Hier sind Flüchtlinge willkommen!

Wir veröffentlichen einen offenen Brief der alternativen e.V. an die Lübecker Stadtverwaltung und Politik (hier als PDF)

OffenerBriefWalliSehr geehrter Herr Saxe, sehr geehrter Herr Schindler,

der Verein „alternative Tagungsstätte“ sieht mit großer Sorge die kleinliche und teilweise von rassistischen Vorurteilen geprägte Debatte um die Aufnahme von Flüchtlingen in Lübeck.

Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen! Menschen  iehen vor Krieg,
Not und Elend. Wir wollen, dass diesen Menschen, die unter größten Schwierigkeiten den Weg zu uns gefunden haben, Schutz, Sicherheit und gastfreundliche Aufnahme finden.

Derzeitige Planungen großer Erstaufnahmeeinrichtungen lehnen wir
ab, da solche Unterkünfte Flüchtlinge isolieren und sie dort nicht die
notwendige und mögliche Unterstützung erhalten. Auch die geplante
Unterbringung in Containerlagern lehnen wir klar ab, denn sie ist
menschenunwürdig.

Wir fordern daher: Bringen Sie Flüchtlinge in kleineren Einheiten dezentral unter!

Unsere Idee: Nutzen Sie unser Nachbargrundstück auf dem Gelände
des Gartenbauamtes! Auf dem Gelände des Gartenbauamtes neben
der „Alternative“ würden Flüchtlinge freundliche Aufnahme erhalten
und in guter Nachbarschaft leben. Das Gartenbauamt, das dieses Gelände kaum nutzt, könnte mit geringem Aufwand seine Gerätschaften auch anderswo unterbringen. Flüchtlinge hätten hier nach entsprechenden Um- und Neubauten neben einer ihnen wohlgesonnenen Nachbarschaft auch die direkte Nähe zum Zentrum der Stadt und damit zum sozialem Leben.

Wer Integration will, kann einen solchen Vorschlag nicht ablehnen.
Zu unserem diesjährigen Fest am 1. Mai mit mehreren tausend
Besucher*innen haben wir Flüchtlinge gezielt und persönlich eingeladen. Mehr als 600 von ihnen sind dieser Einladung gefolgt und viele Kontakte sind entstanden. Auch so verstehen wir einen guten solidarischen Umgang mit Flüchtlingen.

Wir fordern Politik und Verwaltung der Hansestadt Lübeck und das
Land Schleswig-Holstein auf: Ändern Sie jetzt Ihre menschenunfreundliche Politik der Flüchtlingsunterbringung. Nutzen Sie die Idee der „alternativen Tagungsstätte e.V.“ und bringen Sie Flüchtlinge auf unserem Nachbargrundstück unter.

In diesem Sinne: REFUGEES WELCOME!

Vorstand der alternativen Tagungsstätte e.V.