Archiv der Kategorie: Inter-/Transnationalismus

Stoppt den Krieg – Solidarität mit Rojava !

Bundesweite Demonstration am 2.11.2019

Es wird eine öffentliche Anreise zur Demonstration in Berlin aus Lübeck geben. Hier werdet ihr zeitnah weitere Informationen zur Demonstration finden. Es folgt der Aufruf zur Demo:

Wir fordern:

  1. Den sofortigen Rückzug der türkischen Armee und ihrer Verbündeten aus Nordsyrien.
  2. Den Stopp der wirtschaftlichen und militärischen Zusammenarbeit mit der Türkei.
  3. Sofortige Schritte für eine politische Lösung der Krise in Syrien unter Beteiligung von Frauen, Frauen- und Volksvertretern aus allen verschiedenen nationalen, kulturellen und religiösen Gemeinschaften in Syrien zu unternehmen, sowie die Anerkennung der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien.
  4. Den Stopp der Kriminalisierung des politischen Engagements von kurdischen Aktivist*innen in Deutschland.

Die Demokratische Föderation Nordostsyriens (Rojava) steht beispielhaft für die Vision eines friedlichen und demokratischen Mittleren Ostens, dessen Basis die Befreiung der Frau ist. Das soll jetzt zerstört werden. Die türkische Armee begeht mit ihrem Angriffskrieg Kriegsverbrechen, indem sie zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser, die Wasserversorgung oder die Stromzufuhr bombardiert sowie gezielt Zivilist*innen angreift, vor allem betroffen sind Frauen und Kinder. Mit diesem Krieg droht der IS erneut zu einer Gefahr zu werden – nicht nur für Rojava, auch für Europa. Es waren die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) und die lokalen Selbstverteidigungskräfte (YPG und YPJ) aus Rojava, die den IS und seinen Kalifatsstaat besiegten.

Der türkischen Regierung geht es nicht um die Sicherung der Grenzen, sondern um die Vertreibung der Kurd*innen und der anderen Völker aus der Grenzregion und die Zerstörung der selbstverwalteten Region Rojava. Es ist außerdem ein direkter Angriff auf die Errungenschaften der Frauenrevolution, sowie die Frauenbefreiung. Die geplante Einrichtung einer sogenannten „Schutzzone“ bedeutet eine ethnische Säuberung und Umsiedlungspolitik des Gebietes. Was das bedeutet sieht man im nordsyrischen Efrîn, dass von der türkischen Armee letztes Jahr erobert wurde und in dem nun Willkür und Terror herrscht.

Das weitgehende Stillschweigen der Regierungen der EU bedeutet Zustimmung zu diesem Krieg der Türkei. Wirtschaftliche Interessen und die mit dem Flüchtlingsabkommen geschaffene Abschottung gegen Geflüchtete sind ihnen wichtiger als Menschenrechte, Frauenbefreiung, Demokratie und Frieden. Wir bekunden unsere Solidarität mit Rojava und fordern das sofortige Ende des Krieges durch die Türkei sowie den Rückzug der türkischen Armee.

Es geht um die Erhaltung der Frauenbefreiung, friedlichem Zusammenleben und Weiterentwicklung von Ökologie und Demokratie in der Region. Das geht uns alle an. Verteidigen wir die Werte Rojavas, lassen wir die dortigen Menschen nicht allein, es geht auch um unsere Zukunft.

Bundesweite Demonstration am 2. November 2019 in Berlin


Auftaktkundgebung: 12 bis 13 Uhr, Alexanderplatz, Neptunbrunnen, Berlin


Beginn der Demonstration: 13 Uhr

NEIN ZUM KRIEG IN NORD- UND OSTSYRIEN! SOLIDARITÄT MIT DEN MENSCHEN IN ROJAVA!

DEMO IN LÜBECK: DIENSTAG 15. OKTOBER 17 UHR, KONRAD-ADENAUER-PLATZ!

Seit gestern greift die türkische Armee gemeinsam mit tausenden islamistischen Kämpfern die Gebiete der demokratischen Selbstverwaltung in Rojava/Nordsyrien an. Die türkische Offensive begann, nach dem Abzug der US-amerikansichen Truppen aus der Region, mit anhaltenden Bombardements durch Artillerie und Kampfflugzeuge.

Die Menschen in Rojava haben in den letzten Jahren den einzigartigen Versuch unternommen, inmitten eines brutalen Krieges eine demokratische Alternative zu etablieren. Das friedliche Zusammenleben verschiedener Ethnien und religiöser Minderheiten ist hier Realität: Rojava ist zum Zufluchtsort für hunderttausende Binnenflüchtlinge geworden, die vor dem IS und dem Krieg in Syrien in den Norden des Landes geflohen sind. Mit dem türkischen Angriff soll dieser über sechs Jahre andauernde Prozess zerstört werden. Rojava soll zurück in den Kriegszustand gebombt werden.

Wir verurteilen den Angriff des türkischen Faschismus auf die Bevölkerung in Nord- und Ostsyrien und ihre demokratische Selbstverwaltung. Seit Jahrzehnten wird die türkische Armee auch mit deutschen Waffen aufgerüstet. Waffen mit denen nun der Widerstand in Rojava vernichtet werden soll. Wir fordern die Aufkündigung des EU-Türkei-Deals und die Einstellung der damit verbundenen Zahlungen, die Aufkündigung aller Rüstungsexporte und -deals in die Türkei. Raus auf die Straße! Unterstützen und verteidigen wir den Widerstand in Rojava und die Frauenrevolution durch unsere internationale Solidarität.

DEMO IN LÜBECK: DIENSTAG 15. OKTOBER 17 UHR, KONRAD-ADENAUER-PLATZ

Zuverlässige Informationen findet ihr beispielsweise hier:

Liveticker zu den Geschehnissen vor Ort von ANF News:

https://anfdeutsch.com/rojava-syrien/ticker-tuerkische-angriffe-auf-nordsyrien-14463

Riseup for Rojava:

Erklärung der Internationalistischen Kommune

Im Folgenden Veräffentlichen wir die Erklärung der Internationalistischen Kommune aus Rojava.

Tag X – Der Moment ist gekommen – Der Krieg hat begonnen!

Wir rufen alle auf, aufzustehen und Rojava zu verteidigen.

Die imperialistischen Kräfte haben beschlossen, in den Krieg zu ziehen. Die Truppen vor Ort schwenken die Flaggen der Türkei und des islamischen Staates, aber die Entscheidung wurde nicht nur in Ankara, sondern auch in den Palästen von Washington, Moskau, Paris und Berlin getroffen.

Von Anfang an war die Revolution in Rojava eine internationalistische Revolution. Eine Revolution, nicht nur die kurdische Bevölkerung in Syrien, sondern auch den Nahen Osten von den Jahrhunderten des Kolonialismus, der Unterdrückung und der Diktaturen zu befreien. Und es war eine internationalistische Revolution, da viele Internationalisten sich dieser Revolution angeschlossen haben, an vorderster Front gegen den islamischen Staat und den türkischen Faschismus kämpften, in Krankenhäusern abeiteten, Bäume gepflanzt und am Aufbau einer demokratischen, ökologischen Gesellschaft auf der Grundlage der Befreiung der Frauen teilnahmen. Und viele Revolutionäre auf der ganzen Welt haben sich dem Kampf angeschlossen, denn die Revolution in Syrien hat uns allen gezeigt, dass eine andere Welt nicht nur theoretisch möglich ist, sondern im Alltag tatsächlich aufgebaut wird.

Heute ist der Moment gekommen, um zu zeigen, was wir in den letzten Jahren im Geiste Genossenschaftlichen und des Internationalismus auf der ganzen Welt aufgebaut haben. Heute ist es an der Zeit, den Internationalismus durch die Verteidigung der Revolution ein weiteres mal in die Praxis umzusetzen, und dadurch auch unsere Hoffnungen, Wünsche und Träume verteidigen.

Selbst wenn wir gegen die zweitgrößte NATO-Armee stehen, mit Tausenden von islamistischen Banden als Kanonenfutter, wissen wir, dass hinter dieser Revolution Millionen von Revolutionär*innen, Freund*innen, Schwestern und Brüdern stehen. Und mit ihnen allen, mit euch allen, werden wir unseren politischen Protest auf das Niveau des politischen Widerstands heben, bis es keine Waffenexporte mehr in die Türkei gibt, bis das türkische faschistische Regime besiegt ist.

Es ist an der Zeit, unsere Aktionen als antifaschistische Front gegen den Krieg zu verstärken!

Die Revolution im Nordosten Syriens wird siegen und der türkische Faschismus wird zerschlagen, wenn wir alle zusammenhalten!

Es lebe der antifaschistische Internationalismus!

Solidarität mit den antifaschistischen Kräften in der Türkei, in Kurdistan und im gesamten Nahen Osten!

Gemeinsam gegen Rassismus und für Solidarität!

In der Nacht vom 28. auf den 29. Juni gab es einen Brandanschlag auf die Baustelle einer Flüchtlingsunterkunft in der Solmitzstraße in Lübeck-Kücknitz. Da sich am Tatort rechte Parolen und Aufkleber befanden, geht selbst die Polizei von einem rassistischen Hintergrund aus. Auch wenn der Sachschaden gering ist, reiht sich dieser Anschlag in eine ganze Welle von ähnlichen rassistischen Aktionen ein. Von April bis Ende Mai diesen Jahres wurden bereits 24 solcher Fälle im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften registriert.

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#DieTotenKommen nach Lübeck

#DieTotenKommen nach Lübeck

In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni haben Aktivist*innen vor dem Holstentor Gräber ausgehoben, die symbolisch für die ungezählten Toten stehen, die bei ihrer Flucht übers Mittelmeer ums Leben kommen. Diese Toten sind Opfer der europäischen Abschottungspolitik.1

Mit dieser Aktion soll die Trauer um die Toten und das Entsetzen über diese menschengemachte Katastrophe an den Außengrenzen Europas zum Ausdruck gebracht werden. #DieTotenKommen nach Lübeck weiterlesen

Wir sind die Zukunft und wir sind die Tat, die europäische Kommune

Redebeitrag, gehalten auf der Nachttanzdemo von STOP G7 LÜBECK am 13.4.2015

Wir stehen hier für das neue und widerständige Europa von unten und ich freue mich, dass ihr euch nicht habt abschrecken lassen, hier auf die Straße zu gehen! Wir sind hier, um zu feiern und wir haben etwas zu feiern, eben genau dieses rebellische Europa!
Ich bedanke mich bei Marek vom Bollwerk und bei Ronja von der wirklich coolen Jugendgruppe La Rage für ihre Beiträge. Ich bin gerührt davon, mit so wunderbaren Menschen hier sprechen zu können.
Und ich trage eure Positionen mit, denn wir wissen, dass ein ehrlicher Kampf um offene Grenzen für alle Menschen und Freiräume für alle nur gemeinsam geführt werden kann.
Es ist ein Kampf gegen die kapitalistische Zurichtung unser Lebensverhätnisse, eine Zurichtung die wir nicht länger akzeptieren werden.
Wir sind die Zukunft und wir sind die Tat, die europäische Kommune weiterlesen