Archiv der Kategorie: Soziale Kämpfe

Offenes Planungstreffen gegen Abschiebungen in Lübeck

Abschiebungen sind die Zuspitzung der alltäglichen Entrechtung von Geflüchteten. Auch in Lübeck wurde angekündigt, dass vermehrt abgeschoben werden soll.
Doch Abschiebungen sind kein unabänderliches Schicksal: In verschiedenen Städten ist es engagierten Menschen gelungen, eine beachtliche Zahl von Abschiebungen zu verhindern.
Wir laden zu einem offenen Planungstreffen, weil wir Abschiebungen nicht länger ohne Widerstand hinnehmen. Wir wollen uns ihnen widersetzen, wann immer wir von ihnen erfahren.
Lasst uns Wege gegen Abschiebung zu diskutieren und überlegen, was wir zusammen machen können.
11. Februar 2016 – 19 Uhr – Café Brazil

Through deportations refugees are denied their basic rights. Even in Lübeck it was announced that deportations are to be increased.
But deportations can be prevented: This has already been achieved in various cities by dedicated people. We invite you to an open planning meeting, because we will no longer accept deportations without resistance. We want to oppose them whenever we learn of them. Let us discuss and consider ways to prevent deportation and work to achieve this goal together.
11 Febuary 2016 – 7pm – Café Brazil

Die Lösung könnte so einfach sein! #fürdasSolizentrum

Aus aktuellem Anlass dokumentieren wir die Presseerklärung des Lübecker Flüchtlingsforums:

„Die Lösung könnte so einfach sein!

Pressemitteilung des Solidaritätszentrums für Geflüchtete im Transit vom 15. Oktober 2015 +++ Solidaritätszentrum für Geflüchtete im Transit auf der Walli arbeitet seit über 5 Wochen +++ Mehr als 7100 Geflüchtete wurden auf dem Weg nach Schweden unterstützt +++ Mehr als 250 000€ für Fährtickets bezahlt +++ Große Enttäuschung über die weiterhin schleppende Unterstützung der Stadt +++ Menschen müssen sich aufgrund fehlender räumlicher Kapazitäten über Stunden im Freien aufhalten und frieren +++ Walli fordert für die menschenwürdige Unterbringung der Geflüchteten das Grünflächenamt trotz der Absage der Stadt +++

Die Walli/alternative steht wie bisher als Solidaritätszentrum für alle Geflüchteten im Transit zur Verfügung. Inzwischen haben über 7100 Geflüchtete mit der Hilfe von ehrenamtlichen Helfer_innen und vielen Spender_innen ihre Reise nach Schweden von Travemünde aus angetreten. Täglich passieren weiterhin zwischen 200 und 400 Menschen das Zentrum.Was als spontane Hilfe in der Not vor vier Wochen begann, wird noch Monate weitergehen müssen. „Aufgrund der Kälte in den bevorstehenden Wintermonaten und der Notwendigkeit, den kulturellen Betrieb auf der alternative wiederaufzunehmen, ist das Zentrum dringend auf eine räumliche Erweiterung angewiesen.“, sagt Joe Hartung vom Treibsandkollektiv. Die Unterstützung der Stadt lässt weiterhin auf sich warten. Sie besteht bislang in der Übernahme der Kosten von Miettoiletten, verstärkter Müllabfuhr und den Bussen des Lübecker Stadtverkehrs für den Transfer nach Travemünde. Ausdrücklich bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei den Organisator_innen und Busfahrer_innen für ihr ausserordentliches Engagement. Hinzu kommt bislang ein Gebäude des benachbarten Grünflächenamtes, das in einem sehr schlechten Zustand übergeben wurde. Freiwillige, reisende Gesell_innen und viele solidarische lübecker Handwerker_innen haben es in den letzten Wochen nutzbar gemacht. Das Dach musste repariert werden, da es durchregnete, die Wasserversorgung und Heizung, welche durch Frostschäden vollständig zerstört war, mussten instand gesetzt werden. Viele kaputte Fenster und Türen wurden ausgetauscht damit geheizt werden kann. Seit Wochen verhandeln Vertreter_innen des Lübecker Flüchtlingsforums über die weiteren Gebäude des Lübecker Stadtgrünamtes, welche sich direkt neben dem Grundstück der alternative (Walli) befinden. „Es kann nicht sein, dass sich durch bürokratische Hürden der Bezug des Grünflächenamtes immer weiter verzögert. Wir sind auf diese Häuser angewiesen, um den erschöpften Geflüchteten eine menschenwürdige Unterbringung bieten zu können. Wir haben hier viele Frauen und kleine Kinder auf dem Gelände, die hier Stunden verbringen um auf die nächste Fährabfahrt zu warten. Die Stadt kann doch nicht von uns erwarten, dass wir sie draußen frieren lassen, obwohl sich die fast ungenutzten Gebäude nebenan optimal eignen würden.“, erwidert Britta Kloss. Die Begründung für die Ablehnung der Stadt ist, dass sie sich nicht in der Lage sieht Ersatzräume für das Büro des Vorarbeiters und Meisters zur Verfügung zu stellen der einen Raum zur Koordination und Planung in dem Gebäude nutzt. „Es geht hier darum Not abzuwenden, bei so viel offensichtlichem Leerstand kann es doch nicht sein, dass es die Stadt 3 Wochen lang nicht schafft ein Büro für einen ihrer Mitarbeiter zu finden.“ sagt Britta Kloss. Da trotz der Bemühungen einzelner Stellen der Hansestadt zum vereinbarten Termin am Donnerstag Abend, den 16. Oktober, weiterhin keine Perspektive für die Unterbringung der Geflüchteten geboten wurde, sehen die ehrenamtlichen Helfer_innen auf der Walli keine Alternative mehr, als selbstständig den Betrieb in den beiden Gebäuden ab Samstag, den 17.10. um 11Uhr aufzunehmen. „Wir waren jetzt lange genug kooperativ, haben Vorschläge gemacht und unsere Unterstützung angeboten. Wir sind aber tagtäglich konfrontiert mit dem Leid der Menschen die bei uns ankommen.“ erklärt Jana Schneider. Es wird sich hierbei an dem Gesetzesentwurf orientiert, welcher in der Hamburger Bürgerschaft beschlossen wurde. Für die Vermeidung von Obdachlosigkeit von Geflüchteten in den Wintermonaten, werden leerstehende Immobilien sichergestellt um eine angemessene Unterbringung zu gewährleisten und Gefahren für Leib und Leben abzuwehren. „Auch wenn auf der Walli die Menschen zumeist nur wenige Stunden sind, reicht eine kalte Nacht im Freien aus um krank zu werden. Diese Zustände werden wir um jeden Preis vermeiden. Wir verlangen von der Hansestadt Lübeck ihre Verantwortung zu übernehmen und uns keine Steine in den Weg zu legen. Wir wollen weiterhin unsere Arbeit leisten und brauchen dafür räumliche Kapazitäten, aufhören und die Menschen alleine lassen ist für uns keine Option.“, erläutert Martin Hartmann. Dafür fordert das Lübecker Flüchtlingsforum: – Die sofortige Bereitstellung der weiteren Gebäude des Grünflächenamtes um eine menschenwürdige Unterbringung der Geflüchteten auf ihrer Durchreise zu ermöglichen – Die Übernahme der Kosten für das Material zur Nutzbarmachung der Gebäude -Übernahme der Kosten von Energie und Wasser – Die Unterstützung der Anträge und die Finanzierung der beantragten Bundesfreiwilligendienststellen, um die ehrenamtlichen Helfer_innen der Walli zu entlasten „Was wir erwarten ist wirklich nicht viel im Vergleich dazu, dass die Städte Kiel, Flensburg und Rostock die gesamte Versorgung der Geflüchteten im Transit übernehmen. Die Menschen werden sich auch nicht aufhalten lassen. Es steht überhaupt nicht im Verhältnis,“ sagt Britta Kloss abschließend. „Die Stadt müsste dann die gesamte Infrastruktur übernehmen die gerade mit einem überwältigendem Engagement von Lübecker_innen, Handwerker_innen und Geschäftsleuten Tag und Nacht geleistet wird. Es handelt sich hierbei um humanitäre Hilfe und diese kontinuierlich zu leisten ist unvergleichlich schwieriger als ein Büro für einen Stadtgrünmitarbeiter zu finden.“

Wir sind #fürdasSolizentrum !

Quelle: http://fluechtlingsforum.de/presse/

Für aktuelle Infos & Updates rund um das Solidaritätszentrum schaut ihr bitte auf die Facebookseite des Lübecker Flüchtlingsforums: https://www.facebook.com/fluechtlingsforum

Die Sommerpause ist vorbei – wir starten mit dem politischen Donnerstag

Ab sofort im Café Brazil auf der Walli: der POLITISCHE DONNERSTAG.

Wir öffnen das Café Brazil immer donnerstags von 18.00 bis (mindestens) 22.00 Uhr. Wie immer als Ort zum Zusammenkommen, zum Chillen, um Kaffee, Saft oder Bier zu trinken, für kleine Snacks.

Zusätzlich wird es an den Politischen Donnerstagen (beginnend um ca. 19 Uhr) Diskussionen, Vorträge, Filme usw. zu aktuellen politischen Themen, zu spannenden inhaltlichen Fragen, zu Aktionen und Kämpfen geben.

Der Politische Donnerstag ist eine gemeinsame Initiative von: Antifaschistische Koordination Lübeck, La Rage und IL Lübeck.

Die nächsten Termine im September:

10.9.: Die rassistischen Übergriffe von Heidenau und der europäische Mauerfall (IL Lübeck)

17.9.: Jugendcafé – Die Jugendgruppe La Rage stellt sich und ihre Projekte vor.

24.9.: Kurdistan – zwischen Aufbruch und Bürgerkrieg (IL Lübeck)

Newsletter #7

EINE LINKE INTERVENTION FÜR EUREN TERMINKALENDER #7, 7.7.2015

Kommt alle am Samstag zur großen #refugeesHL Demo. Wer noch ein bisschen diskutieren möchte kann unser neues Format des politischen Donnerstags nutzen.

#OXI #POLITISCHERDONNERSTAG

Für ein europäisches OXI? Aber warum eigentlich? Was bedeutet das großartige NEIN der Menschen in Griechenland? Wie geht es weiter? Haben Merkel und Schäuble am Ende doch Recht? Was ist die Verantwortung, was sind die Möglichkeiten der (radikalen) Linken in Europa und der BRD? Kurzer Input, inspirierende Videos und eine offene Diskussion. Außerdem gibt es leckeres Essen und gut gekühlte Getränke.

Veranstaltungsinformationen

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#OXI #POLITISCHERDONNERSTAG

OXI – Diskussion zur Lage in Griechenland und Europa!

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Für ein europäisches OXI? Aber warum eigentlich? Was bedeutet das großartige NEIN der Menschen in Griechenland? Wie geht es weiter? Haben Merkel und Schäuble am Ende doch Recht? Was ist die Verantwortung, was sind die Möglichkeiten der (radikalen) Linken in Europa und der BRD? Kurzer Input, inspirierende Videos und eine offene Diskussion. Außerdem gibt es leckeres Essen und gut gekühlte Getränke.

Mehr Informationen zur Veranstaltung

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Gemeinsam gegen Rassismus und für Solidarität!

In der Nacht vom 28. auf den 29. Juni gab es einen Brandanschlag auf die Baustelle einer Flüchtlingsunterkunft in der Solmitzstraße in Lübeck-Kücknitz. Da sich am Tatort rechte Parolen und Aufkleber befanden, geht selbst die Polizei von einem rassistischen Hintergrund aus. Auch wenn der Sachschaden gering ist, reiht sich dieser Anschlag in eine ganze Welle von ähnlichen rassistischen Aktionen ein. Von April bis Ende Mai diesen Jahres wurden bereits 24 solcher Fälle im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften registriert.

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#DieTotenKommen nach Lübeck

#DieTotenKommen nach Lübeck

In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni haben Aktivist*innen vor dem Holstentor Gräber ausgehoben, die symbolisch für die ungezählten Toten stehen, die bei ihrer Flucht übers Mittelmeer ums Leben kommen. Diese Toten sind Opfer der europäischen Abschottungspolitik.1

Mit dieser Aktion soll die Trauer um die Toten und das Entsetzen über diese menschengemachte Katastrophe an den Außengrenzen Europas zum Ausdruck gebracht werden. #DieTotenKommen nach Lübeck weiterlesen

Veranstaltung: Perspektiven der Wachstumskritik

Vortrag und Diskussion mit Dagmar Paternoga und Werner Rätz

Für Perspektiven einer sozial-ökologische Transformation – hin zu einer bedarfsorientierten Ökonomie – gilt es, die Kämpfe gegen die ökologische Zerstörung mit den sozialen Auseinandersetzungen und dem Widerstand gegen die tödliche Austeritätspolitik zu verbinden. Kapitalistisches Wachstum erzeugt ökologische und ökonomische Krisen. Das ist allgemein bekannt.

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Hier sind Flüchtlinge willkommen!

Wir veröffentlichen einen offenen Brief der alternativen e.V. an die Lübecker Stadtverwaltung und Politik (hier als PDF)

OffenerBriefWalliSehr geehrter Herr Saxe, sehr geehrter Herr Schindler,

der Verein „alternative Tagungsstätte“ sieht mit großer Sorge die kleinliche und teilweise von rassistischen Vorurteilen geprägte Debatte um die Aufnahme von Flüchtlingen in Lübeck.

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